Infos - Häufige Fragen

FAQ

Infos, Fragen und Antworten zur Psychotherapie sowie hundegestützten Psychotherapie.

Psychotherapie ist ein eigenständiges Heilverfahren im Gesundheitsbereich für die Behandlung von psychischen, psychosozialen oder psychosomatisch bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen. Sie besteht gleichberechtigt neben anderen Heilverfahren, wie z.B. der medizinischen oder der klinisch-psychologischen Behandlung. Die Ausübung der Psychotherapie ist durch das österreichische Psychotherapiegesetz geregelt. Im Zentrum stehen das Gespräch und der Austausch zwischen PsychotherapeutIn und PatientIn. Je nach psychotherapeutischer Methode kann dieser Austausch durch Übungen und andere Interventionen unterstützt und gefördert werden.

Psychische Erkrankungen können als Lösungsversuche verstanden werden, um bestehende und erlernte Prozesse oder Überzeugungen mit hoher Energie aufrechtzuerhalten.

Eine Psychotherapie ist dann sinnvoll, wenn Sie einen Leidensdruck verspüren und / oder etwas in Ihrem Leben ändern wollen. In der Therapie werden gemeinsam Strategien und Lösungen entwickelt und Ziele gesetzt.

Häufige Problemstellungen (Quelle: ÖBVP – Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie):

  • Ich fühle mit antriebs- und lustlos, erschöpft oder ständig überfordert.
  • Ich bin oft niedergeschlagen und habe keine Freude am Leben
  • Ich lebe in einer Beziehung, die mich sehr belastet.
  • Ich fühle mich innerlich gezwungen, ständig dasselbe zu denken oder zu tun (z.B. zwanghaftes Waschen, Zusperren, Grübeln,…), obwohl dies mein Leben sehr einengt.
  • Ich befinde mich in einer belastenden Umbruchsituation (z.B. schwere Krankheit, Tod, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Trennung, Unfälle, …), die schwer zu bewältigen ist.
  • Ich bin traurig und vereinsamt.
  • Ich will meine Fähigkeiten besser ausschöpfen und weiß nicht wie.

Die Dauer einer Einheit beträgt 50 Minuten. Auch Doppeleinheiten sind möglich und werden entsprechend doppelt berechnet. Der Zeitraum zwischen dem Erst- und Zweittermin sollte erfahrungsgemäß bei max. 2 bis 4 Wochen liegen. Im weiteren Verlauf liegt die Entscheidung über die Abstände bei Ihnen. Um jedoch einen optimalen Therapieprozess zu erreichen, ist es sinnvoll, Therapietermine regelmäßig wahrzunehmen.

Die übliche Sitzungsfrequenz ist wöchentlich bis dreiwöchentlich – je nach Auftrag und Thema der Prozessbegleitung. Zumindest zu Beginn der Therapie kann eine wöchentliche Frequenz hilfreich sein. 

Eine Psychotherapie orientiert sich an Ihren Anliegen und Zielen, da Sie die Expertin oder der Experte für Ihr eigenes Leben sind. Die Dauer der Therapie korreliert daher mit Ihrer Themen- und den Zielvorstellung. In vielen Fällen verläuft die Therapie in einem Zeitraum mehrerer Sitzungen über ein halbes Jahr bis zu einem Jahr. Teilweise können auch einzelne wenige Termine gewünschte Veränderungsprozesse anregen. Mein Motto hierbei ist, so kurz wie möglich und so lange wie nötig.

Alles Gesagte und alle Aufzeichnungen unterliegen einer strengen, psychotherapeutischen Verschwiegenheitspflicht. Als Psychotherapeutin bin ich zur Verschwiegenheit über alle in Ausübung meines Berufes anvertrauten oder bekannt gewordenen Geheimnisse verpflichtet (§ 15, Österreichisches Psychotherapiegesetz). Diese Verschwiegenheitspflicht dient dem Schutz der für das Gelingen der Psychotherapie unabdingbaren Vertrauensbeziehung zwischen Ihnen und mir als Psychotherapeutin

In Österreich gibt es eine Vielfalt gesetzlich anerkannter Psychotherapierichtungen. Manche haben den Fokus in der Kindheit, andere arbeiten überwiegend körperorientiert. Systemische Psychotherapeut_innen konzentrieren sich auf die Interaktionen von Menschen und den Systemen (wie Familie, Schule, Arbeitsplatz), in denen Menschen leben. Es kann nicht generell gesagt werden, dass eine bestimmte Therapieschule für ein bestimmtes Problem zuständig ist. Eine Psychotherapie ist dann möglich, wenn Sie sich verstanden und wertgeschätzt fühlen, sodass Sie genug Vertrauen empfinden, um über ihre Probleme sprechen zu können.

Tiergestützte Therapie bezeichnet den Einsatz eines Tieres im Rahmen einer Therapie. Sie beinhaltet Methoden, bei denen Klienten mit Tieren interagieren und über Tiere kommunizieren. Es kommt zu einer Dreiecksbeziehung zwischen Klienten, Therapeutin und Tier.

Diese Form der Therapie wird vor allem bei Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und älteren Menschen mit motorischen und sozial-emotionalen Einschränkungen, diversen psychischen Erkrankungen, sowie bei Menschen mit besonderen Bedürfnissen, eingesetzt.

Natürlich sind auch Termine ohne Hund möglich, zum Beispiel, wenn Sie keinen Hund in der Praxis wünschen. Denn die Teilnahme vom Hund am therapeutischen Prozess ist ein Angebot und keine Verpflichtung. Zum Anderen braucht auch ein Hund seine Ruhephasen oder kann krank werden, deshalb kann es auch vorkommen, dass Einheiten nach Absprache ohne Hund stattfinden.

Gemeinsam können wir schauen, wie Ihre Angst vor Hunden durch eine einfühlsame und professionelle Begleitung abgebaut und neuer Mut gefasst werden kann.

Das Erstgespräch dauert ca. 50 Minuten und wird mit dem üblichen Stundensatz verrechnet.

In der systemischen Therapie stellt bereits das Erstgespräch eine wichtige Basis dar, welches in der Regel über ein bloßes Kennenlerngespräch hinausgeht. Oft können wichtige Fragen bereits beim telefonischen Erstkontakt geklärt werden. Weiters wird im Erstkontakt (Telefonat oder Mail) auch über das Setting gesprochen (kommen Sie allein oder mit Ihrem Partner, Ihrer Familie etc.). Das Honorar des Erstgesprächs ist gleich hoch wie das Honorar der folgenden Therapieeinheiten. Das Erstgespräch dauert zwischen ein bis zwei Therapieeinheiten – je nachdem, was im Voraus vereinbart wurde oder während dem Erstgespräch vereinbart wird. Bei Paar- und Familientherapien ist erfahrungsgemäß eine Doppeleinheit sinnvoll, damit beide Partner ausgewogen umfangreich zu Wort kommen können.

In einem Erstgespräch geht es in erster Linie um ein persönliches Kennenlernen, zudem werden Ihre Anliegen, Fragen zur Methode, zu den Rahmenbedingungen, Ziele und Auftrag geklärt. Als Anhaltspunkt kann diese Frage dienen:

Worüber werden wir heute gesprochen haben, damit wir merken, dass es gute 50 Minuten waren? Und der Termin als hilfreich erlebt wird?

Bei Kindern ist zumindest ein Elternteil oder andere wichtige Bezugsperson dabei. Auch der Einsatz des Therapiebegleithundes wird besprochen und gezielt geplant.

Die erste Stunde bietet Ihnen einen sicheren Raum, darüber zu sprechen, was Sie als problematisch empfinden und weshalb Sie in Psychotherapie gehen möchten. Es ist für mich entscheidend, dass Sie Ihr Anliegen, Ihr Therapieziel, selbst formulieren, da Sie die Expertin bzw. der Experte für Ihr Leben sind. Nicht immer fällt es leicht, das Anliegen klar zu formulieren. Hinter einem geschilderten Problem kann in manchen Fällen ein weiteres Anliegen stehen. Eine meiner Aufgaben als systemische Therapeutin ist es dabei, situationsabhängig genauer nachzufragen und Sie dabei zu unterstützen, Ihr Therapieziel so „messbar“ wie möglich zu formulieren, um zu sehen, was Sie als günstiger erleben würden. Eine mögliche Frage kann dabei lauten: „Woran werden Sie erkennen, dass die Therapie abgeschlossen werden kann?“

In einem Erstgespräch geht es in erster Linie darum, herausfinden, ob Sie sich bei mir wohl fühlen und Sie sich vorstellen können, mit mir eine Therapie zu beginnen. Am Ende des Erstgesprächs werden wir gemeinsam überlegen, ob eine Zusammenarbeit sinnvoll ist. Für die Entscheidung, ob Sie mit mir weiterarbeiten möchten, haben Sie ein paar Tage Zeit.

Für den Erfolg einer Therapie ist es ganz entscheidend, dass die Beziehungsebene zwischen Ihnen und mir als Therapeutin gut passt. Studien, die sich mit der Wirkung von Psychotherapie beschäftigten, kamen zu dem Ergebnis, dass für den Erfolg einer Therapie primär die Beziehung und sekundär die Methode entscheidend ist.

Als Psychotherapeutin unterstütze ich Sie dabei, neue Perspektiven einzunehmen, weitere Verhaltensmöglichkeiten zu erleben und mit Ihnen gemeinsam für Sie passende Lösungen oder Erleichterungen zu finden. Ich gebe Ihnen nicht vor, welche Themen zu bearbeiten sind und wir beginnen die Therapie nicht mit Ihrer Kindheit – es sei denn, es stellt sich im Erstgespräch heraus, dass wahrscheinlich Themen der Kindheit einen größeren Einfluss auf Ihren derzeitigen Leidensdruck haben könnten.

Im Laufe des Gesprächs werde ich Ihnen immer wieder Fragen stellen, damit ich mir ein Bild von Ihrer derzeitigen Lebenssituation entwerfen kann. Als systemische Therapeutin frage ich auch nach Ihrem Beziehungssystem (Familie, Partner etc.). Dabei wird die Annahme vertreten, dass auch Systeme Probleme erzeugen können. Eine Verhaltensänderung von Ihnen kann auch das Verhalten der anderen beeinflussen und umgekehrt.

Im Erstgespräch werden ebenso ein paar organisatorische Fragen geklärt:

  • Die geplante Sitzungsdauer – eine Einheit (50 Min.) oder eine Doppeleinheit (100 Min.)
  • Die Frequenz: wöchentlich, 14-tägig, in unregelmäßigen oder längeren Abständen
  • Das Setting (Einzel-, Paar- oder Familientherapie, Mitnahme von hilfreichen Personen etc.)
  • Die Absageregelung (24 Stunden vor einer Therapie können Sie die Stunde kostenlos und ohne Angabe von Gründen absagen)
  • Ihre Rechte als Klient_in, wie z.B. das Recht auf Verschwiegenheit

Als Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision befinde ich mich im letzten Abschnitt meiner Ausbildung. ​Dieser Status berechtigt mich zur unmittelbaren und eigenverantwortlichen therapeutischen Arbeit mit Klient_innen und verpflichtet mich zu regelmäßiger Supervision bei erfahrenen Kolleg_innen mit zusätzlicher Lehrausbildung (Lehrsupervisor_innen). Somit wird die fachliche Qualitätskontrolle der Psychotherapie gewährleistet.

Da ich mich noch in der Psychotherapieausbildung befinde, ist mein Stundensatz kostengünstiger. Es ist jedoch nicht möglich, über die Krankenkasse einen Kostenzuschuss oder einen Modelplatz zu bekommen.

Unter folgendem Link können Sie nachlesen wie sich die Berufsgruppen voneinander unterscheiden.

https://www.psyonline.at/contents/1530

Psychotherapeutische Einheiten können auch im Freien stattfinden. Bei der Auswahl der Route achten wir darauf, dass das therapeutische Setting beim Spaziergang nicht aufgegeben wird. Die Strecken werden so gewählt, dass sie es ermöglichen in Ruhe miteinander zu sprechen. Dafür eignet sich insbesondere der Wald. Auch ist es möglich die Einheiten bei Bedarf wieder nach innen zu verlegen.

Sie können sich gerne telefonisch 0677 63 42 77 73 oder per Email kontakt@hundegestuetzte-psychotherapie.at an mich wenden. Wenn Sie mich telefonisch nicht erreichen können – während der Therapiestunden gehe ich nicht ans Telefon – rufe ich Sie so bald wie möglich zurück.

Meine Praxis befindet sich im ersten Stock. Ein barrierefreier Zugang ist leider nicht vorhanden, jedoch biete ich bei Bedarf auch Hausbesuche oder Termine im institutionellen Setting an. Ich arbeite in meiner Praxis überwiegend mit Einzelpersonen, auch mit Paaren und Familien, mit Erwachsenen, sowie mit Kindern.

Erstgespräch (Einzel-, Paar-, Familientherapie): €50,- / Einheit
Einzeltherapie: € 50,- / Einheit

Die Dauer einer Einheit beträgt 50 Minuten, die Dauer einer Doppeleinheit 100 Minuten.

Hausbesuche (auch in Institutionen, Altersheimen u.ä.):

Wie oben zuzüglich km-Geld: € 0,42/km und Anfahrtszeit

Eine Verrechnung mit der Krankenkasse ist für Psychotherapeut_innen in Ausbildung unter Supervision leider nicht möglich.

Die Absage einer Therapiesitzung ist bis 24 Stunden vor dem Termin kostenfrei möglich, bei kurzfristigeren Absagen erlaube ich mir, das vereinbarte Honorar zu verrechnen.