Hunde in der Psychotherapie​

Hundegestützte Psychotherapie

Hunde nehmen die psychische Befindlichkeit von Menschen sensibel wahr. Allein die wohltuende und förderliche Wirkung der reinen Anwesenheit von Hunden ist wissenschaftlich bewiesen. Im Kontakt mit den Tieren werden verschiedene Emotionen angesprochen und in Gang gesetzt. Hunde werten nicht, nehmen Stimmungen ungefiltert wahr und reagieren intuitiv darauf. Hunde sind bereits seit Jahrtausenden an der Seite des Menschen und gelten als dessen treuste Begleiter.

In unserem westlichen Kulturkreis nimmt der Hund, im wahrsten Sinne des Wortes, die Rolle eines Familienmitgliedes ein. Sie und auch wir haben gelernt, miteinander zu kommunizieren.

Ebenso ist ein verbessertes nonverbales Kommunikationsverständnis neuropsychologisch nachgewiesen worden. So wurde in Studien mit regelmäßigem Tierkontakt gezeigt, dass die Empathie sowie das Mitgefühl zunahmen. Der therapeutische Kontakt mit den Tieren wirkt stabilisierend, beruhigend und Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein, soziales Verhalten und Selbständigkeit werden intuitiv gefördert.

Hunde in der Psychotherapie​
Hundegestuetzte Psychotherapie

Hunde in der Psychotherapie

In der Therapie kann ein Hund als Brückenbauer beim therapeutischen Beziehungssaufbau dienen. Menschen jeden Alters können über den gemeinsamen Zugang Hund und dessen Kontaktfreudigkeit zum Dialog angeregt werden. Denn die Qualität der Beziehung zwischen Psychotherapeut_in und Klient_in trägt signifikant zu einem besseren oder schlechteren Therapieergebnis bei. Beziehung ist ein wichtiger Wirkfaktor in der Psychotherapie. Ein Hund kann diese Beziehungsgestaltung erleichtern, zu aktiver Teilnahme motivieren und helfen, sich für die therapeutische Begleitung zu öffnen.

Zudem können Hunde im therapeutischen Prozess direkt eingebunden werden, indem sie zum Beispiel stellvertretend die Rolle von jemand anderem einnehmen. Aber auch durch den Umgang mit dem Hund als neues Mitglied im Beziehungssystem können Themen in der Familie sichtbar und Veränderungen angeregt werden.

Eine Altersbeschränkung gibt es nicht – hundegestützte Psychotherapie kann in jedem Lebensalter hilfreich sein.

Hund als Brueckenbauer beim therapeutischen Beziehungssaufbau
Hundegestuetzte Psychotherapie - Einbehiehung von Hunden​

Kinder und Jugendliche

Insbesondere Kindern oder Jugendlichen können Hunde dabei helfen, sich zu öffnen und über ihre Gefühle zu reden. Ohne schlechte Vorerfahrungen sind Kinder meist neugierig und der Hund kann als Gefährte dienen, mit dem man sich identifizieren, der zuhören und trösten kann. Bei der Begleitung durch einen Vierbeiner trauen sich Kinder Dinge zu, in denen sie noch unsicher sind. Kinder können lernen eine Beziehung aufzubauen und das Selbstvertrauen stärken. Die gemeinsame Therapieplanung erfolgt grundsätzlich mit den Eltern oder dem primären Bezugssystem.

Hochbetagte Menschen

Für viele Menschen ist der Umzug in ein Senioren- oder Pflegeheim eine Veränderung die Gefühle von Angst und Ohnmacht mit sich bringt. Auch hier kann begleitende (hundegestützte) Psychotherapie hilfreich sein. Bei dementiellen Erkrankungen kann die Interaktion mit Hunden helfen, alte Erinnerungen an eigene Tiere und die eigene Lebensgeschichte erwachen zu lassen. In der einfühlsamen Begegnung zwischen Mensch und Hund können auch kommunikative Interaktionen angeregt werden, welche ein therapeutisches Setting begünstigen.

Menschen mit besonderen Bedürfnissen

Kindern und Erwachsenen mit besonderen Bedürfnissen oder auch autistischen Verhaltensweisen können Hunde dabei helfen, Kontakt aufzubauen und Gefühle auszudrücken. Hunde können Geborgenheit und Halt vermitteln. Im therapeutischen Prozess begünstigen sie eine Atmosphäre von Sicherheit. Selbst direkte Interaktion lässt sich mit Unterstützung des therapeutischen Begleiters „Hund“ oft eher aushalten.

Hundegestützte Psychotherapie

Damit ist keine reine Spielstunde mit dem Hund gemeint. Der Hund kann in den therapeutischen Prozess miteinbezogen werden und so zum hilfreichen Dritten werden. Zudem kann die Betrachtung aus Hundesicht dabei helfen, die eigene Sichtweise aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Die tiergestützte Therapie stellt eine Ergänzung der Psychotherapie dar. Die hundegestützte Therapie kann helfen, positive Emotionen freizusetzten und Wahlmöglichkeiten wieder einzuführen.

Im Vordergrund meines Angebotes steht die positive Stärkung des Selbstwertgefühls und die Verbesserung der Selbstwirksamkeit, denn Gedanken sind nur Gedanken und keine Tatsachen. Mit Hilfe des Partners „Hund“ können Sie einen anderen Umgang mit Emotionen, wie Angst, Wut, Ärger, Trauer, oder Freude entwickeln. Auch bei dem Wunsch nach der Erlangung von sozialen Kompetenzen, sowie Entspannung, innere Ruhe und Ausgeglichenheit kann begleitende hundegestützte Psychotherapie hilfreich sein.

Dieses Angebot richtet sich auch an Menschen, die vorübergehend einer starken Belastung ausgesetzt sind. In individuell gestalteten und nach Ihren Bedürfnissen ausgerichteten Einheiten können die Alltagssorgen für einen Moment in den Hintergrund rücken.

Spielstunde - Hundegestuetzte Psychotherapie - Einbehiehung von Hunden​
hundegestuetzte Therapie